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Wir trauern um Egon Bahr

Mit Egon Bahr ist ein Großer der Friedenspolitik gegangen. Wir trauern um ein langjähriges Mitglied, das für viele von uns vorbildlich gewirkt hat.

Abschied von Egon Bahr

 

Egon Bahr spricht auf der Veranstaltung zu 60 Jahre Russell-Einstein-Manifest, 9. Juli 2015.

Vortrag von Egon Bahr "Erfahrung mit Wissenschaftlern und die neuen Herausforderungen für die europäische Sicherheit: Chancen für Rüstungskontrolle und Abrüstung", 9. Juli 2015. In Auszügen veröffentlicht in: WeltTrends – Das außenpolitische Journal, August/September 2015 (Nr. 106-107).

 

 

 

 

 

Bücher

In der Springer Serie "Springer Briefs on Pioneers in Science and Practice" wurde anlässlich von Ernst Ulrich v. Weizsäckers 75. Geburtstag eine Publikation mit gesammelten Texten von 1970 bis 2013 in englischer Sprache veröffentlicht. Unter anderem umfasst die Publiation die drei Berichte an den Club of Rome, die Entwicklung eines universitären Bildungssystems zur Förderung interdisziplinärer Studien sowie das von Weizsäcker geprägte "Faktor 5" Konzept zur fünffachen Produktivitätssteigerung unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Endlichkeit natürlicher Ressourcen und des Klimawandels.


Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Verlags.

Publikationsflyer

Im Springer Verlag Heidelberg sind die ersten drei von insgesamt fünf Bänden mit Texten von Carl Friedrich von Weizsäcker erschienen:

  • Bd. 22: Michael Drieschner (Ed.): Carl Friedrich von Weizsäcker: Major Texts in Physics (Cham – Heidelberg – New York – Dordrecht – London: Springer-Verlag, 2014) [Publikationsflyer]

  • Bd. 23: Michael Drieschner (Ed.): Carl Friedrich von Weizsäcker: Major Texts in Philosophy (Cham – Heidelberg – New York – Dordrecht – London: Springer, 2014) [Publikationsflyer]

  • Bd. 24: Konrad Raiser (Ed.): Carl Friedrich von Weizsäcker: Major Texts on Religion (Cham – Heidelberg – New York – Dordrecht – London: Springer, 2014) [Publikationsflyer]

Nähere Informationen zu dieser Buchreihe finden Sie auf der Webseite des Verlags.

Dieter Deiseroth, Annegret Falter (Hrsg.):
Whistleblower in der Sicherheitspolitik - Preisverleihung 2011/2013
Chelsea E. Manning; Edward J. Snowden


Schriftenreihe Wissenschaft in der Verantwortung, erschienen im Berliner Wissenschafts-Verlag


„Keiner hat das Recht zu gehorchen.“ - Hannah Arendt
Das Video Collateral Murder ist zu einem Sinnbild für die Verrohung im Denken, Reden und Handeln von Soldaten Krieg geworden, ohne Rücksicht auf Völkerrecht und humanitäre Verluste. Immer wieder wird es weltweit in den Massenmedien gezeigt oder zitiert. Millionen Menschen konnten es anschauen, weil ein Gefreiter der amerikanischen Armee im Irak den Mut hatte, sich einer blinden Geheimhaltungspflicht zu verweigern und das Material der Öffentlichkeit mit Hilfe von WikiLeaks zugänglich zu machen: Chelsea (Bradley) Manning. Dafür erhielt Manning den deutschen Whistleblowerpreis 2011.


„Mut ist ansteckend.“
Das unerhört harte Vorgehen gegen Chelsea E. Manning sollte Whistleblower in den USA zum Schweigen bringen. Doch die Rechnung der US-Administration ging nicht auf. Kaum hatte der Militärgerichtsprozess gegen Manning begonnen, wurde der größte globale Spionageskandal aller Zeiten publik. Edward J. Snowden hatte digitale Dokumente außer Landes gebracht, die belegen, dass die USA und England massenhaft verdachtsunabhängige Kommunikationsüberwachung betreiben und damit gegen Völkerrecht und nationales Recht souveräner Staaten verstoßen. Dafür erhielt Snowden den deutschen Whistleblowerpreis 2013.

Bestellschein und Publikationsflyer in Deutsch

Information and order sheet in English

cover_flyer

Stephan Albrecht, Hans-Joachim Bieber, Reiner Braun, Peter Croll, Henner Ehringhaus, Maria Finckh, Hartmut Graßl, Ernst Ulrich von Weizsäcker (Hrsg.)

Wissenschaft – Verantwortung – Frieden: 50 Jahre VDW

Berlin 2009, 615 S., 14 s/w Abb., geb. mit SU,
79,– Euro,
ISBN 978-3-8305-1704-7

Sie erhalten dieses Buch jetzt zum Sonderpreis von 39,- Euro zzgl. Versandkosten. Dieses Angebot gilt bis zum 28. Februar 2010. Sie können es bei der VDW Geschäftsstelle unter dem Stichwort „Buch 50 Jahre VDW" bestellen: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..

Im Oktober 1959 – knapp zwei Jahre nach der Veröffentlichung und der gesellschaftlichen Kontroverse um die „Göttinger Erklärung“, die sich gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr
wandte, gründeten prominente Unterzeichner dieser Erklärung, darunter mehrere Nobelpreisträger und weitere Physiker, im Rahmen der Herbsttagung der DPG die VDW. Die Sorge vor einer Ausweitung der Atomrüstung trieb die Wissenschaftler dazu. Mit der VDW sollte eine dauerhafte Beschäftigung mit gefährlichen Folgen der Fortschritte der Wissenschaften, speziell der Naturwissenschaften ermöglicht werden. Die fünfzigjährige Geschichte der VDW gibt den Gründern Recht.

50 Jahre nach der Gründung im Jahre 1959 ist die Bedrohung durch einen Atomkrieg noch immer vorhanden. Hinzugekommen sind ähnlich bedrohliche globale Probleme, die teilweise unbewusst durch unseren Lebensstil und nicht nur durch Missbrauch von Wissen verursacht worden sind. Deutlich wurde aber auch, Wissenschaften und Forschung können globale Probleme mit lösen, sind aber auch für diese mit verantwortlich.

Kann eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich für ihre und die Ergebnisse anderer mitverantwortlich fühlt, angesichts der wachsenden globalen Probleme wirklich etwas bewegen?
Dieses Buch versucht eine Teilantwort.

Wie es sich für einen Rückblick gehört, beschreiben Zeitzeugen und die Archive auswertende und Zeitzeugen befragende Wissenschaftler, wie sich die VDW in fünf Jahrzehnten wandelte, welche Erfolge sie feiern konnte und wie viel versandete. Aber auch wie VDW’ler als Berater von Regierungen, Parlamenten und den Vereinten Nationen Einfl uss nehmen konnten. Mitglieder der VDW sind sicherlich Beschleuniger für eine wachsende Weltinnenpolitik gewesen. Einige haben übergreifend für mehrere der oben genannten Bedrohungen nicht nur wissenschaftliche Durchbrüche erzielt, sondern auch politische Teillösungen mit erarbeitet.

Oft haben aber auch frühe Warner vor neuen Bedrohungen oder Aufdecker von Fehlverhalten persönlich leiden müssen, diese werden in diesem Buche gewürdigt.

Wir wünschen uns, dass dieses Buch möglichst viele (jüngere) Wissenschaftler dazu anregt, Verantwortung im Sinne der VDW zu übernehmen.

[Inhalt]

Frieden durch Recht?


Publikation zur gleichnamigen Konferenz der Deutschen Sektion der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA) vom 26./27. Juni 2009

Die Normen des Völkerrechts, die auf die Bewahrung und Schaffung des Friedens ausgerichtet sind, aber auch die Gewaltverbote und Friedensgebote des nationalen Rechts werden immer wieder missachtet, gerade auch von denen, die einen Amtseid auf die Verfassung und damit zugleich auch auf das geltende Völkerrecht geleistet haben. Dies geschieht nicht nur durch Regierungen und Exekutivorgane, die sich in ihrer Außenpolitik nach ihren Worten immer nur für „den Frieden“ einsetzen. Es gilt auch für Gerichte, deren Entscheidungen friedensrechtliche Gebote fahrlässig übersehen, übergehen oder gar missachten. Die jüngere und jüngste Vergangenheit bietet dafür zahlreiche illustrative Beispiele, auch für Deutschland.

Es ist deshalb dringend an der Zeit, die konkreten Inhalte und Funktion(en) der Friedensgebote des Grundgesetzes und des geltenden Völkerrechts neu zu vermessen. In welcher Weise können Juristinnen und Juristen bei deren Anwendung und praktischer Umsetzung besser mitwirken? Dazu gehört auch die kritische Frage, ob das geltende Völkerrecht in seinem heutigen Zuschnitt in der Lage ist, diese Friedensgebote implementieren zu helfen? Ist eine stärkere Verrechtlichung der internationalen Beziehungen sinnvoll und wünschenswert? Welche Rolle kann dabei innerstaatlichen und internationalen Gerichten zukommen? Empfi ehlt es sich, z. B. bei Verletzungen des völkerrechtlichen Gewaltverbotes oder anderer völkerrechtlicher Delikte stärker auf strafrechtliche Verfahren gegen Entscheidungsträger zu setzen? In welcher Weise? Können zivilgerichtliche Schadensersatzklagen (Amtshaftung) dazu beitragen, den Krieg als Mittel der Politik unattraktiver zu machen?

Zu diskutieren ist auch, ob sich die Herausbildung und Schaffung eines neuen Rechtsgebiets, des „Friedensrechts“ empfi ehlt, um die Komplexität der friedensrechtlichen Quellen zu ordnen, inhaltlich zu klären und das Bewusstsein für die Zusammenhänge zu schärfen. Könnte so allgemein und insbesondere den Rechtsanwendern auch besser bewusst gemacht werden, welche friedensrechtlich relevanten Normen höherrangigen Rechts sie in ihrer Berufspraxis bei der Anwendung einfachen Rechts beachten müssen?

Zur kontroversen Diskussion dieser Fragen soll das Buch „Frieden durch Recht“ seinen Beitrag leisten.

Berlin 2010, 438 S., kart., ISBN 978-3-8305-1721-4

[Dokument]

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