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Materialien

Energiestudie - Hintergrundpapier der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) e.V.

Ambitionierte Ziele - untaugliche Mittel. Deutsche Energiepolitik am Scheideweg


Zusammenfassung

1. Das Energiekonzept der Bundesregierung: Nur Ankündigungspolitik?
Die Erreichbarkeit der Ziele des Energiekonzepts der Bundesregierung von September 2010 ist der Kern der energiepolitischen Kontroversen in Deutschland. Die Ziele sind:

• absolut sinkender Primärenergieverbrauch um 20% bis 2020 bzw. um 50% bis 2050 (Basisjahr 2008)
• Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von 60% im Jahr 2050
• 55% weniger CO2-Emissionen im Jahr 2030; bis 2050 eine Reduktion von 80 - 95% (relativ zum Basisjahr 1990),
• steigender Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 35% im Jahr 2020 auf 80% im Jahr 2050
• Rückgang des Stromverbrauchs um 10% bis 2020 und um 25% bis 2050 (jeweils bezogen auf das Basisjahr 2008)
• Senkung des Energieverbrauchs im Verkehrsbereich bis zum Jahr 2020 um 10%, bis 2050 um 40% (Basisjahr 2005) und
• Steigerung der energetischen Gebäudemodernisierung von 1% auf 2% pro Jahr.

Diese weltweit wohl ambitioniertesten Ziele sind durch viele Szenarien gut fundiert und hätten der Ausgangspunkt einer konsensualen Umsetzungsstrategie werden können. Nach Prüfung der von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen sind jedoch erhebliche Zweifel angebracht, ob die Ziele des Energiekonzepts mit den Maßnahmen realisierbar sind.
Dies betrifft vor allem die Änderung des Atomgesetzes von 2002 und die beschlossenen Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke um durchschnittlich (mehr als) 12 Jahre. Die Bundesregierung rechtfertigt diesen Schritt, indem sie Atomkraft als „Brückentechnologie“ für ein vollständig erneuerbares Energiesystem darstellt. Tatsache ist jedoch:

• Eine wissenschaftliche Begründung für dieses „Brückenkonzept“ lässt sich - weder in technischer noch wirtschaftlicher Hinsicht - aus den vorliegenden Szenarien ableiten.
• Länge und Modalitäten der Laufzeitverlängerung sind vielmehr Ergebnis eines „politischen Deals“ zwischen Betreibern und Bundesregierung.
• Die Stromkonzerne können ihre marktbeherrschende Stellung zum Schaden von kommunalen und dezentralen Betreibern ausbauen.
• Die ökologische Modernisierung des Kraftwerkparks und der Strukturwandel zu mehr Dezentralität und mehr Energieeffizienz werden verzögert, der Ausbau der erneuerbaren Energien wird erheblich gehemmt.
• Die teilweise Abschöpfung der Zusatzgewinne der AKW-Betreiber kann die Widersprüche zwischen Zielen und Laufzeitverlängerung nicht aufheben.

Fortsetzung der Zusammenfassung im: [Pdf-Dokument]

Gesamte Studie: [Pdf-Dokument]

VDW Positionspapier:

Für eine verantwortbare und zukunftsorientierte Forschungspolitik in Deutschland

Grundentscheidungen der Forschungspolitik sind kaum ein öffentliches Thema. Sie sind damit einer Meinungsbildung durch die Bürgerinnen und Bürger weitgehend entzogen. Aber über Forschungspolitik werden wesentliche Weichen für die Zukunft gestellt. Alle sind davon betroffen. Forschungspolitik ist international vernetzt. Wichtige Weichen werden auf europäischer Ebene gestellt. Gleichwohl wollen wir mit diesem Papier zunächst den Blick auf die Forschungspolitik in Deutschland und seine verschiedenen Akteure (das BMBF, andere Fachministerien, die Wissenschaftsorganisationen und die Hochschulen) lenken, um konkrete Veränderungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

  • ?Von den Anforderungen unserer Zeit her denken

Gegenwärtig gibt es nur zu wenigen Forschungsfeldern eine öffentliche Debatte, z.B. zur Forschung mit embryonalen Stammzellen. Ebenso wichtig, oder noch dringlicher wären Debatten über die Setzung der Prioritäten in der Forschung und zur Verteilung der Finanzmittel. Vorhaben wie z.B. die bemannte Weltraumfahrt oder die Fusionsforschung würden dann in kritischerem Licht erscheinen. Mit solchen Großprojekten werden sehr große Geldsummen auf Jahrzehnte festgelegt. Eine öffentliche Diskussion darüber, ob andere Herausforderungen nicht vorrangig bearbeitet werden müssen, findet kaum statt.

Und solche Herausforderungen gibt es für die Forschungspolitik etliche. Die Bereiche Klimawandel und Globalisierung verlangen genauso nach zukunftsfähigen Lösungen wie die Erschöpfung von Bodenschätzen und Ökosystemleistungen, der demographische Wandel und die Migration. Auch die verschiedenen Akteure kennen und nennen solche Herausforderungen. Wir wissen, dass wir mit unseren Überlegungen an vieles anknüpfen können.

Fortsetzung im [Pdf-Dokument]


VDW-Materialien 1998

Helmar Krupp (Hrsg.)
Vernetzte
Computerkommunikation
- Beschleunigte Globalisierung -
Eine Anthologie

[Inhalt]

 

 

Die VDW stellt mit ihrer Reihe VDW-Materialien ein Diskussionsforum für Fragen im Rahmen ihrer Aufgabenstellung zur Verfügung. Für die Beiträge verantwortlich sind die namentlich zeichnenden AutorInnen und HerausgeberInnen.
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FGS Policy Papers 1/2007

 

Frank Schmiedchen & Christoph Spennemann
Intellectual Property Rights and Public Health

 

FGS Policy Papers 1/2007, (PDF-Datei, Größe : 220 KB)

 

 

 

VDW-Materialien 1/2007

 

Frank Schmiedchen & Christoph Spennemann
Nutzen und Grenzen geistiger Eigentumsrechte in einer globalisierten Wissensgesellschaft
Das Beispiel öffentliche Gesundheit

 

VDW-Materialien 1/2007 (PDF-Datei, Größe : 610 KB)

 

 

 

VDW-Materialien 2/2003

 

Frank Schmiedchen
Gedanken zum Petro-Euro

 

VDW-Materialien 2/2003 (PDF-Datei, Größe : 164 kB)

E. Altvater: Von der Währungskonkurrenz zum Währungskonflikt

Frank Schmiedchen: Wenn der Euro den US-Dollar ablöst

Frank Schmiedchen: If the Euro Replaces the US Dollar

Buchbesprechung/Book Review in: GAIA 15/2 (2006) 144-146

Clark, W. R. 2005. Petrodollar warfare.
Oil, Iraq and the Future of the Dollar.
Gabriola Island: New Society Publishers.
265 S., 22,90 EUR, ISBN 0-86571-514-9

 

 

 

VDW-Materialien 1/2003

 

Frank Schmiedchen
Rohölwährung als Beispiel
strategischer Währungspolitik
Petro-Euro als Instrument
der zivilen Verteidigung multilateraler Strukturen

 

 

 

 

VDW-Materialien 2/2002

 

Dieter Deiseroth und Annegret Falter
Zivilcourage im BSE-Skandal
- und die Folgen -
Whistleblower-Preis 2001 für die Tierärztin Dr. Margrit Herbst
Dokumentation und kleine Wirkungsgeschichte

 

VDW-Materialien 2/2002 (Auszug: PDF-Datei, Größe : 256 kB)

 

 

 

VDW-Materialien 1/2002

 

Rainer Hohlfeld
Leitbilder und Wege
von Pflanzenzucht und Landbau
in der modernen Industriegesellschaft

Bericht der Studiengruppe
Moderne Pflanzenzüchtung und Gesellschaft
an die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW)

 

VDW-Materialien 1/2002 (Auszug: PDF-Datei, Größe : 265 kB)

 

 

 

VDW-Materialien 1/2000

--- Die folgenden Texte dokumentieren einen fortdauernden Diskurs innerhalb der VDW. Der VDW-Vorstand kommt mit der Veröffentlichung dem ausdrücklichen Wunsch einiger Mitglieder nach. ---
 
 
Die Geschichte der VDW begann mit der Mitteilung der "Göttinger 18" Atomphysiker an Konrad Adenauer sowie Franz Josef Strauß, dass sie nicht bereit sind, Atombomben zu bauen. Die Wutausbrüche von Franz Josef Strauß gegenüber unseren frühesten Mitgliedern sind bekannt. Die Texte von Roland Kollert und Philipp Sonntag weisen auf Anhaltspunkte hin, dass Franz Josef Strauß deutsche Institute und Firmen bei der Vorbereitung zu einer deutschen Atomrüstung unterstützt hat, indem er ihnen unter dem Schutz besonders strikter Geheimhaltung Aufträge zu Entwicklung und Bau einer israelischen Atomrüstung verschafft hat. Die politische Entscheidung zu einer deutschen Atomrüstung wurde jedoch niemals getroffen, woran die VDW einen wesentlichen Anteil hatte. Diffizil zu bewerten - nicht zuletzt wegen intensiver Geheimhaltung -  ist die Rolle der deutschen Kerntechniker in den verschiedenen Institutionen und Firmen, eine abschließende Aussage hierzu ist nicht vorgesehen. Aktuell relevant - siehe die Diplomatie zur Kerntechnik im Iran - ist vielmehr die Frage, welche Bedeutung bestimmte Formen ziviler Kerntechnik (eventuell als wissenschaftlich und/oder kommerziell verschleierte Vorbereitung)  für eine spätere, unter Umständen sehr schnell aufbaufähige Atomrüstung haben können. Die Parallele zum gezielten Engagement von Franz Josef Strauß gibt hierzu Anhaltspunkte. [Philipp Sonntag]
 

Roland Kollert
Atomtechnik als Instrument
westdeutscher Nachkriegs-Außenpolitik

Die militärisch-politische Nutzung "friedlicher"
Kernenergietechnik in der Bundesrepublik Deutschland

Abschlussbericht: "Methodeneinheit und Methodendifferenz
in den Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaften"

 

Philipp Sonntag
"Die Nähe zu einer deutschen Atomrüstung trotz der Aktion der Göttinger 18 -
in der Spannung zwischen Wissenschaftlichkeit und Geheimhaltung"
(2013)

Kurzfassung: "Keine deutsche Atomrüstung - trotz intensiver Bemühungen" (2013)

 

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