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Hiermit laden wir Sie herzlich ein zur Tagung

"Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik? Eine Zwischenbilanz"

am 07. Mai 2014, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt in Berlin.


Nach zwei Jahren Laufzeit des UBA-Projektes "Transparenz und Partizipation in der Forschungspolitik" wollen wir eine Zwischenbilanz ziehen. Der Koalitionsvertrag verspricht verheißungsvoll, die Akteure der Zivilgesellschaft konsequent in die Diskussion um Zukunftsprojekte und die Ausgestaltung von Forschungsagenden einzubinden.
Wie sieht die Realität aus? Welche Chancen und Hürden treten auf?

 

  • Chancen: Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Politik und Wissenschaft erweitern den Horizont aller Beteiligten. Vertrauen wächst ebenso wie das Verständnis für die Sicht der Anderen. Eine größerer Diversität der Akteure im Formulieren von Forschungsagenden trägt dazu bei, dass die Entwürfe gerechter, robuster und innovativer werden. Geteilte Problemsichten, Bewertungen und Lösungsansätze führt in der Regel dazu, dass sich alle für den Prozess verantwortlich fühlen, ein entscheidender Vorteil für eine zügige Umsetzung.
  • Transparenz: Das Agendasetting in der Forschungspolitik verläuft bisher wenig transparent, partizipativ oder pluralistisch, eher homogen besetzte Expertenkommissionen formen gesellschaftliche Zukunftsentwürfe entscheidend mit.
  • Partizipation: Die Möglichkeiten der Verbände, sich in das Agendasettting der Forschung einzubringen, ist deutlich beschränkt sowohl im zuständigen Ministerium BMBF als auch in den großen Forschungseinrichtungen - so das Fazit einer Studie des ISOE, die der Autor Dr. Matthias Bergmann auf dieser Tagung vorstellen wird.
  • Innovation: Der herrschende Innovationsbegriff ist weitgehend auf technologische Innovationen verengt. Dies wird nicht ausreichen, um den großen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheiten und Welternährung zu begegnen.
  • Governance: Wie sieht eine Governance der Forschung aus, die den komplexen Herausforderungen in einer pluralen Gesellschaft gerecht wird? Wie kann die Wissenschaft ihre Eigengesetzlichkeiten behaupten und macht Partizipation überall Sinn?
  • Neue Ansätze: Das europäische Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 setzt auf „Responsible Research and Innovation" mit dem Anspruch, dass die Zivilgesellschaft und ihre Akteure stärker in Agendasetting und Umsetzung einbezogen werden. Bottum up entstehen sozial innovative Energieprojekte in Städte und Dörfer, die  Erfahrungswissen und neue Forschungsfragen sammeln. Dazu werden Beispiele aus einer Studie zu Good Practices von den Autorinnen Dr. Stella Veciana, Dr. Claudia Neubauer und Dr. Steffi Ober vorgestellt werden.

Gemeinsam mit Ihnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wollen wir die Rahmenbedingungen und Umsetzungsideen diskutierten. Nähere Informationen gehen Ihnen in Kürze zu. Ihre Anmeldung nehmen wir gerne schon jetzt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.


 

Projekt-Webseite: www.forschungswende.de

 

Vision: Wissenschafts- und Forschung, die zur Lösung der großen Probleme wie Klimawandel, Welternährung und Ressourcenknappheit beitragen, erfordern eine partizipative und transparente Wissenschafts- und Forschungskultur, die über technologische Lösungen hinausgeht. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um die Transformation zu einer nachhaltigen und gerechten Gesellschaft zu  ermöglichen.

Mission: Die zivilgesellschaftlichen Organisationen sind wichtige Pioniere im Wandel zu einer partizipativen und transparenten Wissenschafts- und Forschungskultur. Die Plattform „Forschungswende“ unterstützt den Diskurs zur Wissenschaft in den zivilgesellschaftlichen Organisationen und zwischen den ZGO, Wissenschaft und Politik.

Ziele: Die „Forschungswende“  für eine Nachhaltige Transformation der Gesellschaft ist eine gemeinsame Herausforderung für die ZGO, die Politik und die wissenschaftlichen Organisationen. Deshalb initiiert die Plattform einen kritischen Diskurs zur der Forschungspolitik und trägt zu alternativen Ansätzen bei. Die Plattform untersucht die Voraussetzungen für zivilgesellschaftliche Partizipation in Wissenschaft und Forschung und unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen dabei, sich an der Forschungswende zu beteiligen.

Das Projekt Forschungswende bietet eine Plattform für Umweltverbände (BUND,NABU,DNR), Entwicklungshilfeorganisationen und weiteren Organisationen, um Wissenschaft & Forschung zu diskutieren und eigene Positionen zu entwickeln.
Unterstützt wird die zivilgesellschaftliche Plattform von den Pionieren der transdiziplinären Nachhaltigkeits-Wissenschaft, die sich in der NaWis-Runde und in Ecornet organisiert haben. Die Geschäftsstelle der Zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende befindet sich bei der Vereinigung der Deutschen Wissenschaft (www-forschungswende.de). Das Projekt ist verbandsübergreifend und überparteilich. 

Was legitimiert die Zivilgesellschaft dazu? 

Die Zivilgesellschaft repräsentiert, im Gegensatz zu Staat und Großforschungseinrichtungen einen Pluralismus an Werten und Zielen. Dadurch ermöglicht sie Dialogprozesse, die für ein vielfältiges, gemeinsam erarbeitete System-, Ziel- und Umsetzungswissen notwendig sind. Nachhaltige Entwicklung erfordert mehr kooperative und partizipative Aushandlungsprozesse für die Gestaltung gesellschaftlich relevanter Forschungsfeldern und –strategien.  Dies trägt zu robusten und allgemein akzeptierten Lösungen bei. Die Partizipationsprozesse müssen institutionell auf längere Sicht gestaltet werden.

 

Kontakt:

Projektleiterin: Dr. Steffi Ober (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! // Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Ansprechpartner für das Projekt bei der VDW: Dr. Stephan Albrecht (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

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