Diese Webseite wird überarbeitet.

Aktuelle Informationen finden Sie hier: neu.vdw-ev.de

Veranstaltungen

58th Pugwash Conference on Science and World Affairs - Justice, Peace and Nuclear Disarmament

Conference Statement of the Pugwash Council

pugwash_conference_the_hague

22 April 2009, The Hague, Netherland

The Council of the Pugwash Conferences on Science and World Affairs, recipient of the 1995 Nobel Peace Prize, welcomes the new international climate that is being generated which makes it possible for multilateral cooperative solutions to be negotiated for the critical issues affecting the global community. On nuclear disarmament and non-proliferation, weapons of mass destruction terrorism, the international economic crisis, the urgent problem of climate change, the achievement of the Millennium Development Goals (MDGs), the strengthening of the rule of law, human rights, and other issues, the moment has arrived and we must seize the opportunity. As always, Pugwash stands ready to play its part.

Nuclear Disarmament and Non-Proliferation

From its inception in 1957 the Pugwash Conferences has focused on the threat posed by nuclear weapons to humanity. Nuclear weapons are the ultimate indiscriminate genocidal weapon of warfare, and as such must be eliminated and declared illegal and immoral. Recent statements by many senior political leaders and others around the world calling for a nuclear weapon-free world are surely welcomed, and give credence to a goal that Pugwash has espoused for more than 50 years.

The Pugwash Council applauds the April 1 joint statement of President Obama of the US and President Medvedev of Russia, where the two leaders pledged to work for the goal of a nuclear weapon-free world. The two Presidents enumerated a wide range of steps that would facilitate the elimination of nuclear weapons. These include US-Russian negotiation of a new verifiable strategic arms treaty, support for efforts to conclude a verifiable fissile material cut-off treaty, US ratification of the Comprehensive Test Ban Treaty (CTBT), consultation and possible cooperation on missile defense, and many others. In doing so, Russia and the United States appeared poised to put behind them several years of deteriorating relations over NATO expansion, the Russia-Georgia conflict, missile defense, the suspension of the CFE (Conventional Forces in Europe) Treaty, and other divisive issues.

Several days later, on April 5 in Prague, President Obama delivered an historic speech that firmly committed his administration to fulfilling its obligations under Article VI of the Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons (NPT) to reduce nuclear stockpiles through significant progress in reducing nuclear weapons toward the goal of eliminating nuclear weapons. If followed up by concrete action, this renewed US commitment will set a positive example for the other original nuclear weapons states, as well as those countries with nuclear weapons that remain outside the NPT Treaty, to take seriously the prospect of joining the nuclear disarmament process leading to zero.

Fortsetzung im [Pdf-Dokument]

Frieden durch Recht?

Konferenz der Deutschen Sektion der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA)

26./27. Juni 2009

Humboldt-Universität zu Berlin
Fachbereich Jura
Bebelplatz 1
10117 Berlin

Überlegungen zu der Konferenz "Frieden durch Recht"

1. Der I. Weltkrieg verursachte ca. 15 Millionen Kriegstote, der II. Welt­krieg mehr als 55 Millionen und in den über 200 Kriegen, die seit 1945 stattgefunden haben, kamen ca. 25 bis 35 Millionen Menschen um (ca. 70 bis 90 % waren Opfer aus der Zivilbevölkerung). Allein der 2003 be­gonnene US-geführte Angriffskrieg der "Koalition der Willigen" gegen Irak soll bis 2006 ca. 655.000 Menschen das Leben gekostet haben.
Schon die Zahlen zeigen: Die Menschheit war in ihrer Geschichte – bis heute – nicht besonders produktiv bei der Beantwortung der Frage: Wie bringt man die viel­fältigen und vielfach gegenläufigen Interessen sowie die auseinander­strebenden Willen der Individuen, Gemeinschaften, Völ­ker und Staaten in einen das friedliche Zusammenleben ermöglichen­den Rah­men? Wie ist der Kampf aller gegen alle zu vermeiden, wie ist die Verfolgung individueller und gemeinsamer Interessen aufeinander abzu­stimmen? Soziologen sagen uns: Die Menschheit hat im Grunde bisher nur vier solcher Steuerungsmittel gefunden: Macht, Markt, Moral und eben das Recht. Das gilt nicht nur für den innergesellschaftlichen und inner­staat­lichen Bereich, sondern auch für die internationalen Beziehungen.

2. Recht kann Frieden nicht bewirken, aber es ist für Frieden unver­zichtbar.
Im Verhältnis von Recht und Macht liegt der bedeutendste Nutzen des Völkerrechts in den internationalen Beziehungen darin, die Gewalt­anwen­dung bei der Austragung und Lösung von Konflikten auf ein ander­weitig nicht erreichbares Minimum zu beschränken. Macht reicht dazu nicht aus. Auch der Markt mit seinen strukturellen Defiziten kann dies nicht errei­chen, ebenso wenig wie die Steuerungsressource Moral.
Das Verhalten der Staaten und anderen Völkerrechtssubjekte zueinander berechenbarer zu machen, gehört zu den wichtigsten friedenssichernden Funktionen des Völkerrechts.
Völkerrecht schafft zudem institutionelle Rahmenbedingungen für den Verzicht oder jedenfalls die Begrenzung von Gewalt. Es stellt Regeln und Verfahren für die Austragung, Regelung und Beilegung von Streitigkeiten zur Verfügung. Hier haben vor allem auch internationale Organisationen und Institutionen, die ihrerseits auf völkerrechtlichen Verträgen und Abmachungen beruhen, ihre wichtige Funktion. Dazu gehört die im Angesicht der - von Deutschland ausgehenden und für mehr als 50 Millio­nen Menschen tödlichen - Massaker des 2. Welt­krieges geschaffene UN-Charta, eine der bedeutendsten zivilisatorischen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte (Fortsetzung im Programm).

[Programm]

[Publikation zur Konferenz]

Nuclear Disarmament and Non-proliferation after George W. Bush

Vortrag von Dr. Jayantha Dhanapala

Präsident der Pugwash Conferences on Science and World Affairs und ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen

Donnerstag, den 27. November 2008, 18 Uhr

Humboldt Universität Berlin
Unter den Linden 9, 10117 Berlin
Hörsaal UL 9 / 213, 2. OG

Die nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle steht an einem kritischen Wendepunkt. Unter der Präsidentschaft von George W. Bush konnten keine entscheidenden Impulse zur tief greifenden Verringerung der nuklearen Arsenale gegeben werden. Im Gegenteil, die Nuklearkrisen um Nordkorea und den Iran haben sich verschärft. Der Atomwaffensperrvertrag befindet sich in einer ernsten Krise. Die Nuklearwaffenstaaten kommen ihren Verpflichtungen zur Abrüstung nicht mehr nach. Rüstungskontrollverträge wie der ABM-Vertrag wurden gekündigt. Russland hat den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) suspendiert und die NATO den Nachfolgevertrag nicht ratifiziert. Der START-Vertrag läuft im Dezember 2009 aus. Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Russland hat sich nach der US-Plänen zur Raketenabwehr und dem Georgienkrieg merklich abgekühlt. Diese Entwicklung droht auch die im Kalten Krieg geschaffene Grundlage einer europäischen Rüstungskontrolle zu ruinieren.

Eine neue US-Administration wird angesichts der Weltlage mit enormen Problemen wie der Finanzkrise, der Klimaproblematik und der Lage im Mittleren Osten konfrontiert werden. Eine überparteiliche Gruppe von ehemaligen US-Politikern unter George W. Schultz und Henry Kissinger treten in Zeitungsbeiträgen dafür ein, endlich tief greifende Schritte in Richtung einer nuklearwaffenfreien Welt zu ergreifen. Probleme wie der Nuklearterrorismus, übervolle Nukleararsenale und die Erosion des Atomwaffensperrvertrages müssen wirkungsvoller als bisher angegangen werden. Hier ist auch die Europäische Union gefordert.

Der ehemalige Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen Dr. Jayantha Dhanapala wird die Chancen und Herausforderungen für die neue US-Administration, die sich aus den nuklearen Realitäten ergeben, diskutieren. J. Dhanapala stammt aus Sri Lanka und ist nun Präsident der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs", die 1995 zusammen mit Ihrem Gründungsmitglied Sir Joseph Rotblatt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist.

[Programm]


Tagung 2001:

Der Friede als Ernstfall

12. Oktober 2001
Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund
Jägerstraße 1-3, 10117 Berlin

[Sachbuch: Friede in Bewährung]
[Einladung zur Tagung (pdf)]
[Bericht zur Tagung (pdf)]



Zum 70. Jahrestag
der Urteilsverkündung
im Reichstagsbrand-Prozess

Neues zum Reichstagsbrand?

9.12.2003

Ort: Leipzig
im Historischen Großen Sitzungssaal des ehemaligen Reichsgerichts
Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, Simsonplatz 1

[Neues zum Reichstagsbrand - Bericht der FAZ]
[Einladung (pdf)]


Logo VDW e.V.