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Nuclear Disarmament and Non-proliferation after George W. Bush

Vortrag von Dr. Jayantha Dhanapala

Präsident der Pugwash Conferences on Science and World Affairs und ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen

Donnerstag, den 27. November 2008, 18 Uhr

Humboldt Universität Berlin
Unter den Linden 9, 10117 Berlin
Hörsaal UL 9 / 213, 2. OG

Die nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle steht an einem kritischen Wendepunkt. Unter der Präsidentschaft von George W. Bush konnten keine entscheidenden Impulse zur tief greifenden Verringerung der nuklearen Arsenale gegeben werden. Im Gegenteil, die Nuklearkrisen um Nordkorea und den Iran haben sich verschärft. Der Atomwaffensperrvertrag befindet sich in einer ernsten Krise. Die Nuklearwaffenstaaten kommen ihren Verpflichtungen zur Abrüstung nicht mehr nach. Rüstungskontrollverträge wie der ABM-Vertrag wurden gekündigt. Russland hat den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) suspendiert und die NATO den Nachfolgevertrag nicht ratifiziert. Der START-Vertrag läuft im Dezember 2009 aus. Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Russland hat sich nach der US-Plänen zur Raketenabwehr und dem Georgienkrieg merklich abgekühlt. Diese Entwicklung droht auch die im Kalten Krieg geschaffene Grundlage einer europäischen Rüstungskontrolle zu ruinieren.

Eine neue US-Administration wird angesichts der Weltlage mit enormen Problemen wie der Finanzkrise, der Klimaproblematik und der Lage im Mittleren Osten konfrontiert werden. Eine überparteiliche Gruppe von ehemaligen US-Politikern unter George W. Schultz und Henry Kissinger treten in Zeitungsbeiträgen dafür ein, endlich tief greifende Schritte in Richtung einer nuklearwaffenfreien Welt zu ergreifen. Probleme wie der Nuklearterrorismus, übervolle Nukleararsenale und die Erosion des Atomwaffensperrvertrages müssen wirkungsvoller als bisher angegangen werden. Hier ist auch die Europäische Union gefordert.

Der ehemalige Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen Dr. Jayantha Dhanapala wird die Chancen und Herausforderungen für die neue US-Administration, die sich aus den nuklearen Realitäten ergeben, diskutieren. J. Dhanapala stammt aus Sri Lanka und ist nun Präsident der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs", die 1995 zusammen mit Ihrem Gründungsmitglied Sir Joseph Rotblatt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist.

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