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Jahrestagung

Festveranstaltung:

50 Jahre Vereinigung Deutscher Wissenschaftler: 1959 - 2009
Wissenschaft soll nicht schaden! Ist Wissenschaft noch glaubwürdig?

Freitag, den 23. Oktober 2009, 19 Uhr

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, BBAW
Leibniz-Saal, Eingang über Markgrafenstr. 38, 10117 Berlin

Aus dem Rundschreiben einer Besprechung in Lindau am 04.07.1959, an der die Herren Born, Burkhard, Hahn, Kliefoth, von Laue, von Weizsäcker und Wolf teilnahmen:

„Die Entwicklung zu einer zunehmend technisierten Welt macht es notwendig, die Probleme, die aus den Fortschritten der Wissenschaft für das Leben der menschlichen Gemeinschaft erwachsen, gründlich zu studieren. Eine Gruppe von Physikern hat daher angeregt, in der Bundesrepublik ein Gremium von Wissenschaftlern zu schaffen, das geeignet ist, sich mit solchen Fragen zu befassen.
Nach eingehenden Beratungen hat sich ergeben, dass es am zweckmäßigsten ist, hierzu eine Vereinigung Deutscher Wissenschaftler etwa nach dem Vorbild der Federation of American Scientists in Form eines eingetragenen Vereins zu gründen und außerdem eine kleinere, lose zusammengefasste Gruppe namhafter Persönlichkeiten aus der Wissenschaft zu bilden, die die Arbeit dieser Vereinigung in repräsentativer Weise unterstützt und ergänzt.“

Programm: [Pdf-Dokument]

Jahrestagung 2007:

Zukünftige Entwicklungen, Konflikte und Krisen:
Welche Alternativen, welche Präventionsmethoden?
Die Rolle Europas

16. bis 18. Februar 2007 in Hamburg
Evangelische Stiftung
Alsterdorfer Markt 5, 22297 Hamburg

Samstag, den 17.2.2007, 19.30 Mitgliederversammlung

Bis heute existiert ein eklatanter Mangel an der gebotenen intensiven proaktiven Auseinandersetzung mit absehbaren und möglichen, noch vor uns liegenden Krisen und Konflikten, allen Sonntagsreden über eine Politik der Nachhaltigkeit zum Trotz. 2007 ist das Jahr 15 nach der Weltkonferenz in Rio de Janeiro. Grund genug, nach Erfolgen und Hindernissen für Nachhaltigkeitspolitiken, wie sie dort vereinbart wurden, zu fragen. Europa und die anderen OECD-Länder sind aller empirischen Evidenz nach vollauf fixiert auf die Eindäm-mung aktueller Krisen und die Sicherung ihrer wirtschaftlichen und militärischen Vorrangstellung gegenüber den übrigen 4/5 der Welt. Obwohl die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die verursachenden Syndrome immer klarer werden, folgen die herrschenden Formen der Konfliktwahrnehmung und-bearbeitung nach wie vor militarisierten Mustern.

Die VDW möchte mit dem Programm der Jahrestagung 2007 einige zentrale Felder und Arenen künftiger Konflikte exemplarisch aufgreifen, analysieren und nach Wegen einer friedens- und nachhaltigkeitsorientierten, nichtmilitärischen Umgangsweise fragen. Dabei soll besonders die Rolle Europas betrachtet werden. Dies nicht nur, weil Europa industriell und wirtschaftlich bedeutsam ist, sondern auch, weil der öfter vorgebrachte Anspruch von Old Europe, eine friedens-, umwelt- und sozialverträgliche Alternative zum nordamerikanischen Kapitalismus oder asiatisch-autoritären Regimen zu sein, es wert ist, kritisch geprüft zu werden.

Wenn, wie die VDW dies tut, ein Weg des verschärften ökonomischen und militärischen Kampfes um knapper werdende Rohstoffe als eine komplette Sackgasse und ein gefährlicher Irrweg eingeschätzt wird, stellen sich nachfolgend viele Fragen nach anderen Wegen:

  • Ersatz der endlichen Rohstoffe durch solche auf regenerativer Basis,
  • dauerhaft naturgerechte Nutzung des fruchtbaren Landes,
  • Einsparung und Wiederverwertung,
  • Veränderung der extraktiven und konsumistischen Lebensstile,
  • Kooperation bei der Minderung und Beseitigung der Schäden durch die heutige Rohstoffgewinnung als wichtiger Teil der Entwicklungszusammenarbeit,
  • Schaffung und Unterstützung ziviler Regenerationsprozesse in Rohstoffextraktionsregionen durch die verantwortlichen Korporationen.

Handlungsperspektiven und Möglichkeiten einer positiven Veränderung von Konfliktlagen werden ebenso angesprochen wie die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure angesichts der bestehenden Machtkonstellationen.

[Programm]
[Dokumentation]

Jahrestagung 2006:

Welche Wissenschaft braucht die Zukunft?
Die Potsdamer Denkschrift in der VDW-Diskussion


25. und 26. Februar 2006 in Berlin
Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft
Ihnestr. 16.-20, 14195 Berlin

Freitag, den 24.2.2006, 19.00 Mitgliederversammlung

In der Tradition der VDW soll grundsätzlich und exemplarisch zugleich die Hybris heutiger Wissenschaft nach dem Motto: "Alles ist erkennbar und machbar", in Frage gestellt werden. Damit knüpfen wir zum einen an die Diskussion der Vorjahrestagung über das Vorsorgeprinzip in Wissenschaft und Politik an. Zum anderen erweitern und vertiefen wir die Fragestellung in Richtung erkenntnistheoretischer Ursachenanalyse. Schließlich fragen wir auch nach Alternativen methodischer und organisatorischer Ausrichtung der Wissenschaften sowie ihrer Selbstverortung in der Gesellschaft.

Gemeinsamer Bezugspunkt dieser Überlegungen soll die "Potsdamer Denschrift" sein. In einem aufwändigen, vom BMBF finanziell geförderten Prozess hat Hans-Peter Dürr zusammen mit Rudolf zur Lippe und Daniel Dahm die Denkschrift verfasst, mit der er seine Überlegungen der Jahrestagung 2000 zur "Neuen Aufklärung" weiterführt.* Diese Denkschrift wurde auf einem Symposium im Sommer in Potsdam diskutiert - darum "Potsdamer Denkschrift" - und anlässlich des großen Kongresses zu Wissenschaft und Frieden im Einstein-Jahr Mitte Oktober in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Anschluss daran haben eine kleine Vorbereitungsgruppe und der Vorstand überlegt, in welcher Form man den Diskurs aufgreifen und auf das Format einer VDW-Jahrestagung "trimmen" könnte.

Die Tagung soll die Sicht der Potsdamer Denkschrift auf Wissenschaft und ihre Rolle in der Gesellschaft diskutieren. Die Denkschrift stellt - in einem breiteren Kontext - den Geltungsanspruch von Wissenschaft in Frage. Wie sollen Wissenschaftler mit dieser Herausforderung umgehen? Können Sie Ihre eigene Disziplin im Spiegel der Denkschrift erkennen? Und was wären die Konsequenzen in Bezug auf das Wissen, das Sie der Gesellschaft zur Verfügung stellen? Die Bedingungen seiner Produktion z.B. und seiner Umsetzung? - Derart zur Selbstreflexion auffordernd, ist die Potsdamer Denkschrift nicht "akademisch", sondern eminent politisch.

Sie finden die Potsdamer Denkschrift und weitere Informationen sowie die Liste der über 100 Unterzeichner auf unserer Homepage unter www.vdw-ev.de (19 Seiten; ab Februar in deutsch und englisch als Buch bei oekom).

Bei dem Versuch, eine dem Tagungsgegenstand angemessenere Form zu finden, sind wir vom überkommenen Jahrestagungs-Format abgewichen. Mit dem Angebot von Arbeitsgruppen möchten wir alle Teilnehmer anregen, sich intensiv an der Diskussion zu beteiligen. Diese wird durch kleine Impulsreferate vorbereitet.

[Programm]

Jahrestagung 2004:

Das Vorsorgeprinzip als Leitbild von Wissenschaft und Politik

22. und 23. Oktober 2004 in Berlin

Freitag, den 22.10.:

Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal
Haupteingang Nordallee/Schiffbauerdamm

Samstag, den 23.10.: Magnus-Haus
Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin

Eine Industriegesellschaft, die sich als soziale und rechtsstaatliche Demokratie normativ bindet, ist gehalten, Forschung und technologische Entwicklung möglichst früh auf ihre Implikationen wissenschaftlich zu untersuchen und gesellschaftspolitisch zu verhandeln und zu reflektieren. Eben dies, eine qualitative Balance von Erkenntnis-, Technologie- und demokratischem Gestaltungsfortschritt ist bis heute nicht erreicht worden. Im Gegenteil hat es den Anschein, dass nicht nur Wirtschaft und Politik, sondern die Wissenschaften selbst die Beachtung von Vor-Sicht als Bremse wissenschaftlichen - und damit gesellschaftlichen - Fortschritts sehen.
Aus Sicht der VDW sollte man hingegen - und die internationale Forschung zum globalen Wandel tut dies bereits in Ansätzen - das "precautionary principle" als eine besondere Herausforderung an die Gemeinwohlorientierung und Kreativität von Wissenschaft verstehen. Das ist keine individuell zu verwirklichende Aufgabe, sondern eine des Systems Wissenschaft, also seiner inneren Organisation, seiner Paradigmata und Leitbilder, an denen Forschungsfragen und -ergebnisse gemessen und bewertet werden.
Eine zentrale Herausforderung für das 21. Jahrhundert, an der sich die Notwendigkeit von vorsorgeorientierter Forschung und Politik exemplarisch darlegen läßt, ist die Landbewirt-schaftung. Von ihr wird es wesentlich abhängen, ob eine jedenfalls halbwegs ausreichende Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung möglich sein wird.
Was also wäre eine am Vorsorgeprinzip orientierte Wissenschaft in diesem Kontext? Die Jahrestagung der VDW wird der Frage unter verschiedenen Perspektiven und im Blick auf Optionen für eine Veränderung der Wissenschaftspolitik, Forschungsorganisation und Forschungsförderung nachgehen.

[Programm]
[Begrüßung und Einleitung der Vorsitzenden (22.10.2004) (pdf)]
[Tagungsbericht vom 25.10.2004]
[Wahlfreiheit gewährleisten (26.11.2003)]
[Transgene Organismen in Saatgut (22.10.2003)]
[VDW-Materialien 1/2002]

Jahrestagung 2003:

In memoriam Dieter S. Lutz

Verpflichtung zum Frieden.
Neue Herausforderungen - bewährte Antworten?



in Kooperation mit:
Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF)
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
an der Universität Hamburg (IFSH)
Institut für Friedenssicherungsrecht
und Humanitäres Völkerrecht
an der Ruhr-Universität Bochum (IFHV)

21. und 22. November 2003 in Berlin
Landesvertretung der Hansestadt Hamburg
Jägerstraße 1-3, 10117 Berlin

[Impressionen]
[Begrüßung und Eröffnung (pdf)]
[Programm zur Jahrestagung (pdf)]

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