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Neue Geschäftsführung der VDW

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 15. März habe ich die VDW-Geschäftsführung von Reiner Braun übernommen. Ich bin seit 2006 Mitglied der VDW und habe die Entwicklung der VDW seit 2009 im Beirat begleitet. Die Geschäfte der Vereinigung nun zu führen, sehe ich als eine große Verantwortung, die ich sehr gerne wahrnehmen werde.

Das Thema meiner zeithistorischen Dissertation zu Wissenschaft und internationale Friedenssicherung nach dem Zweiten Weltkrieg führte mich über die Pugwash Bewegung zur VDW. 2005 und 2006 hatte ich die Möglichkeit, an den internationalen Jahreskonferenzen in Hiroshima und Kairo teilzunehmen und dort die Diskussionen zu Sicherheit und Frieden im studentischen Rahmen mitzugestalten. In den Folgejahren engagierte ich mich in der Bundesdeutschen Studenten Pugwash Gruppe (BdSP) und rief mit den Jungen VDWlern die VDW-Sommerakademien ins Leben. Ziel der Diskussionen war es, junge Wissenschaftler an die Themen der VDW heranzuführen und den Austausch mit VDW-Mitgliedern zu fördern. Dieser Austausch ist zu einem wichtigen Bestandteil vieler VDW-Veranstaltungen – sehr erfolgreich in Kooperation mit den Hochschulen in Kiel und Göttingen – geworden und es ist mir ein Anliegen, ihn weiter auszubauen.

Mit der Vermittlung aktueller, gesellschaftlich relevanter Themen beschäftige ich mich seit 2006 auch beruflich. Als Projektleiterin beim Zeitbild Verlag und zuletzt bei capito Bildungskommunikation habe ich u. a. Projekte zu Inklusion und Armut in Deutschland konzipiert und im Team durchgeführt. Diese Tätigkeit sehe ich als eine gute Vorbereitung auf die VDW-Geschäftsführung: Die bereits genannten Veranstaltungen in Kiel und Göttingen zeigen beispielhaft, wie sehr sich das Themenspektrum in den vergangenen Jahren ausweitet hat. Neben Abrüstung und Frieden bilden Nachhaltigkeit, Biodiversität, Ernährung und Klimawandel zentrale Arbeitsschwerpunkte der Vereinigung. Mit dem Projekt Forschungswende bringt sich die VDW in eine zukunftsweisende forschungspolitische Diskussion ein. Zugleich konnte die Außenwirkung über Kooperationen, Veranstaltungen und politische Signale gesteigert werden, zuletzt mit der Berliner Erklärung und dem Whistleblower Preis an Edward Snowden. Wichtig ist, dass die VDW bei der Ausweitung der Aktivitäten ihre eigenen Werte und Ansprüche reflektierend beibehält und in ihren Projekten deutlich zum Ausdruck bringt. Die Geschäftsführung nimmt hierbei eine wichtige Funktion zwischen Mitgliedern, Beirat und Vorstand ein. Es gilt nicht nur, die Geschäftsstelle an die neuen Anforderungen anzupassen. Ich sehe sie vor allem als eine Anlaufstelle für alle Mitglieder, die die VDW zu einem durchaus streitbaren Diskussionsforum machen und gemeinsam im Sinne der Verantwortung der Wissenschaft wirksam werden möchten.

Ulrike Wunderle
(aus: Blickpunkt Zukunft Nr. 60, VDW-Informationen)

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