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Zukunft der Ernährung

Im November 2013 erschien im oekom Verlag, in der DBU Reihe Environmental Communication und u.a. in Zusammenarbeit mit Brot für die Welt der Sammelband

S. Albrecht, R. Braun, Z. Heuschkel, F. Marí, J. Pippig (Editors)

Future of Food:

State of the Art, Challenges and Options for Action

Der Band enthält Beiträge von Autorinnen und Autoren wie Hans Herren, Hartmut Graßl, Judy Wakhungu, Ellen Messer und David Segovia Araujo und plädiert dringlich dafür, Landwirtschafts- und Ernährungssysteme als integrale Bestandteile der Gesellschaft(en) anzuerkennen, um endlich die Kehrtwendung in Richtung Nachhaltige Ernährungssicherung vollziehen zu können. Zugleich stellt die Publikation den "handfesten" Abschluss des VDW-Projektes "Zukunft der Ernährung" dar.

Der Sammelband kann auf verschiedenen Wegen käuflich erworben werden, u.a. in der Geschäftsstelle der VDW.

Als E-Book ist das Buch beispielsweise hier erhältlich.


 

Fachgespräch: Ernährungssicherung, Krisen und Konflikte

Projekt "Zukunft der Ernährung" der VDW e.V.

6. Oktober 2011, 10:30 - 16:30 Uhr

Deutsche Welthungerhilfe e.V., Friedrich-Ebert-Str. 1, 53173 Bonn

[Programm]

Anmeldung bitte an: Zoe Heuschkel, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

2007/08 lösten die rapide gestiegenen Nahrungsmittelpreise in zahlreichen Staaten weltweit heftige Proteste aus. Anfang 2011 erreichte der Food Price Index der FAO den höchsten Wert seit seiner Einführung, und der Preisanstieg gilt als ein maßgeblicher Faktor, der den „arabischen Frühling“ mit auslöste. Doch Krisen in der Nahrungsmittelversorgung sind kein singuläres, sondern ein strukturelles Problem. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der weltweit Hungernden auf 800 Millionen Menschen, Tendenz steigend.

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltfragen (WBGU) warnte in seinem Gutachten „Sicherheitsrisiko Klimawandel“ vor einem erheblichen Krisen- und Konfliktpotenzial einer klimabedingten Reduzierung des Nahrungsmittelangebots. Stehen wir am Beginn einer sich zuspitzenden Versorgungskrise bei Lebensmitteln, die immer größere Teile der Weltbevölkerung erfassen und zu vermehrten (Gewalt-)Konflikten führen wird? Oder verstellt die Konzentration auf ökologischen Wandel einerseits und steigende Weltmarktpreise andererseits den Blick auf soziale und politische Konfliktursachen?

Das Fachgespräch befasst sich mit der Frage, ob und ggf. welche Gefährdungen von Krisen in der Nahrungsmittelversorgung für Frieden und Sicherheit ausgehen, welche temporären und welche strukturellen Probleme gesellschaftliche Konflikte im Zusammenhang mit Ernährungskrisen bedingen – und nicht zuletzt damit, welche Handlungsoptionen für eine nachhaltige Politik der Krisen- und Gewaltprävention bestehen.

Internationale Konferenz; Berlin, 9. u. 10. November 2011

reisfelder

Am 9. und 10. November findet die internationale Fachtagung des Projektes "Zukunft der Ernährung" statt:

"Beyond the Crossroads": Neue Aufgaben, anhaltende Probleme.

Die Verbindung von Ernährungssicherheit, nachhaltiger Wissenschaft und nachhaltiger Politik.

Berlin, 9. und 10. November


[Programm zum Download]

1. Internationale High-Level-Konferenz
Die Zeit ist reif, um gemeinsam einmal kritisch die tatsächliche Wirkung des International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development (IAASTD) zu analysieren und auch neue globale Fragen und Entwicklungen mitzudenken. Es gilt, den Prozess hin zu einer verstetigten Beurteilung der landwirtschaftlichen Erzeugung in einem breiten, partizipativen und transparenten globalen Netzwerk voran zu bringen, in dem UN-Organisationen wie UNEP und FAO eine ebenso wichtige Rolle spielen, wie Organisationen der Zivilgesellschaft, WissenschaftlerInnen und interessierte nationale Regierungen aus dem Süden und Norden.

Wir laden internationale Experten und Expertinnen - vor allem diejenigen, die an der Schaffung von IAASTD beteiligt waren - und die Politik dazu ein, die nationale Initiative in Deutschland eines internationalen Projekts zur Institutionalisierung des IAASTD zu unterstützen. Die "Berliner Erklärung" wurde ins Leben gerufen um diesem Ziel näher zu kommen. WissenschaftlerInnen, EntscheidungsträgerInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft können so ihr Engagement für die Institutionalisierung des IAASTD-Prozesses öffentlich machen.

Das Programm der Konferenz wurde vom wissenschaftlichen Beirat des Future of Food-Projekts entwickelt, in enger Zusammenarbeit mit dem Co-Vorsitzenden des IAASTD, Dr. Hans Herren.

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldungen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

2. Internationale öffentliche Veranstaltung
Die Konferenz schließt mit einer öffentlichen Veranstaltung im Roten Rathaus Berlin zum Thema:

Mutiges Engagement für eine Welt ohne Hunger

10. November 19.00-22.00 Uhr

Berlin, Rotes Rathaus

Sie richtet sich an Vertreter der Politik, Medien, Zivilgesellschaft und die breite Öffentlichkeit und wird Experten zum Thema als HauptrednerInnen sowie eine spannende Podiumsdiskussion präsentieren. Die Konferenz befasst sich mit der Notwendigkeit einer Reform der industrialisierten Landwirtschaft, wie der Weltagrarbericht dies unlängst analysiert hat und an den es nun anzuknüpfen gilt.

ReferentInnen auf dem Panel:

• David Segovia, Bank des Südens, Ecuador
• Elba Rivera Urbina, W8 Oxfam Int., Nicaragua
• Hartmut Graßl, ehem. Direktor des Weltweiten Klimaforschungs Programms, Umweltpreisträger der DBU, Deutschland
• Joseph Sayer, MISEREOR, Deutschland

Moderation: Christiane Grefe, Die ZEIT, Deutschland

Sie sind herzlich eingeladen, mit uns und führenden ExpertInnen zu diskutieren und so die Weiterentwicklung des IAASTD2-Prozesses mit zu unterstützen!

Um Anmeldung wird gebeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

28. Forum Globale Fragen: "(Kein) Brot für die Welt? Ernährung in der Krise"


Das Auswärtige Amt veranstaltet die Tagung am 10. Mai 2011 von 9.30 bis 18.30 Uhr in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler.

Das 28. Forum Globale Fragen findet im Konferenzzentrum im Auswärtigen Amt, Werderscher Markt 1 (Eingang über Unterwasserstr.), 10117 Berlin statt.

[Programm]

Bitte melden Sie sich mit dem im Programm enthaltenen Rückmeldeformular an oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Workshop "Eine neue Forschungsagenda für eine nachhaltige Entwicklung"


Donnerstag, den 10.3.2011 von 10.30 bis 18.00 Uhr

NABU Bundesverband, Charitéstraße 3, 10117 Berlin

Wir wollen gemeinsam die gegenwärtigen Prämissen und Konsequenzen der Forschungspolitik und Forschungsförderung analysieren und Grundzüge eines anderen Konzeptes entwerfen, das auf eine nachhaltige Entwicklung und vielfältige Forschungspfade orientiert ist.

Die künftigen Anforderungen an Wissenschaft und Forschung sind groß – Welternährung, Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und Klimaveränderungen stellen gewaltige Herausforderungen dar. Doch die notwendige Reflektion darüber, inwieweit die Wissenschaften, insbesondere die Naturwissenschaften, selbst zu einer Verschärfung der Situation beigetragen haben, bleibt oft aus.
Stattdessen erhöhen die europäischen und nationalen Förderpolitiken den Druck in Richtung einer sehr technologiezentrierten, produkt- und wettbewerbsorientierten Forschung. Auch die Konstruktion des deutschen Bioökonomierates steht für diese Politik.

Die Notwendigkeit einer Neuausrichtung von Wissenschaft und Forschung unter Gesichtspunkten nachhaltiger Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle soll im vorliegenden Workshop exemplarisch an zwei Themenfeldern diskutiert werden. Die Verengung der Agrar- und Nutzpflanzenforschung auf Biotechnologie seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist ebenso wie die Zersplitterung der nationalen und internationalen Agrarforschungslandschaft seit Jahren Gegenstand von Debatten und mancher Reformen. Energie- und Klimaforschung suchen vorrangig nach isolierten, rein technischen Lösungen, die die Aufrechterhaltung des business as usual ermöglichen sollen.
Wesentliche Fragen jedoch bleiben nach wie vor unbeantwortet:

• Wie können wir aus den alten Lösungsmustern, die uns in diese Krise geführt haben, aussteigen
und neue, intelligente und kreativere Ansätze finden?
• Wie kommen wir vom Wissen zum Handeln?

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