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Wir trauern um Egon Bahr

Mit Egon Bahr ist ein Großer der Friedenspolitik gegangen. Wir trauern um ein langjähriges Mitglied, das für viele von uns vorbildlich gewirkt hat.

Abschied von Egon Bahr

 

Egon Bahr spricht auf der Veranstaltung zu 60 Jahre Russell-Einstein-Manifest, 9. Juli 2015.

Vortrag von Egon Bahr "Erfahrung mit Wissenschaftlern und die neuen Herausforderungen für die europäische Sicherheit: Chancen für Rüstungskontrolle und Abrüstung", 9. Juli 2015. In Auszügen veröffentlicht in: WeltTrends – Das außenpolitische Journal, August/September 2015 (Nr. 106-107).

 

 

 

 

 

Veröffentlichung: GEMEINSCHAFTSPROJEKT ENERGIEWENDE

Pressemitteilung vom 11. März 2014

Pressespiegel

VDW und BUND veröffentlichen Energiewende-Fahrplan: Drastische Steigerungen der Energieeffizienz mit raschem Ausbau erneuerbarer Energien verbinden

 

[Fotos zur Verfügung gestellt von: Manfred Ronzheimer)

Berlin: Wissenschaftler und Umweltschützer haben entschlossene Energiesparmaßnahmen und die schnelle Steigerung der Energieeffizienz gefordert. Die nach der Fukushima-Katastrophe in Japan vor drei Jahren beschleunigte Energiewende könne nur zum Erfolg geführt werden, wenn der Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken ungebremst weitergehe und von einer zielgerichteten Energiesparpolitik flankiert werde. EU-weit lasse sich der Energiebedarf bis Mitte des Jahrhunderts etwa um die Hälfte reduzieren, was zu Einsparungen von rund 500 Milliarden Euro bei den Energiekosten führen würde. Drastische Energiesparmaßnahmen seien auch zum Erreichen des deutschen Klimaziels einer 40-prozentigen Reduzierung der Treibhausgase bis 2020 erforderlich.

Ulrich Bartosch, der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), Peter Hennicke, früherer Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie und Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderten bei der Präsentation des im Münchner Oekom-Verlages erscheinenden Buches „Gemeinschaftsprojekt Energiewende, Fahrplan zum Erfolg“ die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle für die Energiespar- und Effizienzpolitik. Erforderlich sei auch die dauerhafte Bereitstellung ausreichender Mittel für Maßnahmen wie die energetische Gebäudesanierung, den Einsatz effizienter Beleuchtungsanlagen in Industrie und Gewerbe und flächendeckende Stromsparchecks für einkommensschwache Haushalte.

Nach Auffassung des BUND-Vorsitzenden Weiger gefährden die bisherigen Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Energiewende. „Die geplante Deckelung erneuerbarer Energien verhindert mehr Klimaschutz und verschreckt private Investoren. Das Vorhaben, Förderungen nach dem EEG kurzfristig auf Ausschreibungsverfahren umzustellen, kann der Energiewende ebenfalls ihre Dynamik nehmen“, sagte Weiger.

Der frühere Präsident des Wuppertal-Instituts, Peter Hennicke, sieht in der Energiewende das „wichtigste Gemeinschaftswerk dieser Generation“: „Die Energiewende entlastet die Gesellschaft von enormen Risiken und Kosten und bewirkt zugleich einen großen zusätzlichen volkswirtschaftlichen Nutzen. Dazu gehören neue nationale und internationale Geschäftsfelder, eine steigende Wettbewerbsfähigkeit und eine hohe Anzahl qualifizierter Jobs. Die Energiewende führt zum Abbau von Atom- und Klimarisiken, macht unabhängiger von Rohstoffimporten und wird - wenn sie gelingt - eine weltweite Signalwirkung für mehr Klima- und Ressourcenschutz haben.“

Der VDW-Vorsitzende Bartosch wandte sich gegen Versuche, die Energiewende zu diffamieren: „Statt die Energiewende kleinzureden, muss sie dringend auf die Bereiche Wärme und Verkehr ausgedehnt werden. Aktuell erforderlich sind die richtigen Weichenstellungen für eine möglichst dezentrale Stromerzeugung in der Hand der Bürgerinnen und Bürger. Und damit die Klimaschutzziele erreicht werden, muss auf EU-Ebene ein Emissionshandel geschaffen werden, der seinen Namen auch tatsächlich verdient.“

Die „Blick ins Buch“-Leseversion von „Gemeinschaftsprojekt Energiewende, Fahrplan zum Erfolg“- herausgegeben von VDW und BUND, eine Zusammenfassung mit Forderungen an die Politik und die Bestellmöglichkeit beim Oekom-Verlag München finden Sie im Internet unter: http://www.bund.net/energiewende-buch


Der VDW-Vorsitzende Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Mitherausgeber) zur Publikation "Gemeinschaftsprojekt Energiewende, Fahrplan zum Erfolg":

Für uns ist das drängendste Problem die Gestaltung der Energiewende.  In der Einschätzung dieser Dringlichkeit sind wir uns mit der Kanzlerin einig: "Für mich ist das drängendste Problem die Gestaltung der Energiewende" (Angela Merkel am 17.12.13 nach ihrer Wiederwahl).

Wer wenden will, muss auch steuern können.Deshalb haben wir im vorliegenden Papier die wesentlichen Steuerungsinstrumente auf heutiger politischer und wissenschaftlicher zusammengefasst.

Wer steuert braucht Ziele. Die herausfordernden Ziele  des 'Gemeinschaftswerks Energiewende' (Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung) werden durch die Grenzen der Naturbelastung und den Willen zu aktiver politischer Gestaltung geformt. Auch das haben wir in dieser Vorlage festgehalten.

Wer Ziele erreichen will braucht Partnerschaft. Der BUND und die VDW stehen als Akteure von Zivilgesellschaft und Wissenschaft bereit, für diese Ziele verantwortlich zu arbeiten. Das ist unser Versprechen in der vorgestellten Ausarbeitung.

Gute Partnerschaft findet realistische Problembestimmung."We choose to go to the moon" hatte John F. Kennedy am  25. Mai 1961 als drängendste Herausforderung für die Menschheit formuliert und für Wissenschaft und Gesellschaft eine ungeahnte Aufbruchsstimmung erzeugt. Wir heute haben uns für Gesellschaft und Wissenschaft entschieden: Unsere Nachfahren sollen auf der Erde bleiben dürfen. Dafür ist noch mehr nötig, als die Weltraumforschung und Raketentechnik je geleistet haben. Die Transformation unseres Lebensstiles ist ein echtes 'Gemeinschaftswerk' für alle Akteure. Es ist auch ein Projekt gemeinsamer Verantwortung heutiger und künftiger Generationen.

Nachhaltigkeit muss einen Anfang haben und soll kein Ende finden. Das ist der dringende Appell unserer Studie.


 

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